Deine fünf Sinne, Gedankenkraft und verlorene Schlüssel
Thought is related to our five senses.
Our senses have no ability to discriminate. They are controlled and informed by our personal power of Thought. Without Thought, our five senses would be of no value.
Gedanke ist mit unseren fünf Sinnen verbunden.
Unsere Sinne haben keine Unterscheidungsfähigkeit. Sie werden durch unsere persönliche Gedankenkraft kontrolliert und informiert. Ohne Gedanke sind unsere fünf Sinne wertlos.
(Sydney Banks, The Missing Link, aus dem Kapitel “Thought” - Übersetzung durch uns)
Dabei ist es so überzeugend.
Ich habe es mit eigenen Augen gesehen!
Oder auch: mit eigenen Ohren gehört!
Trotzdem stellt sich heraus… Es war (vielleicht) doch anders.
Ein typisches Beispiel ist der nicht vorhandene Schlüssel.
“Ich finde meinen Schlüssel nicht!” hallt es aus der Diele. Dein Partner (oder dein Kind) sucht unruhig danach. Aus dem Off deine Stimme: “Hast du in der Schublade (deiner Tasche, auf dem Schuhschrank…) geschaut?”
“Jaaaa… ÜBERALL!” Und gleichzeitig hörst du, wie alles nochmals durchsucht wird.
Die Geräusche (und Töne) werden hektischer.
Ganz ruhig und mit der Überzeugung von “Ich weiss, dass er genau da ist” kommst du um die Ecke, öffnest die Schublade (oder auch den Schulranzen) und: Violà, da ist das vermisste Objekt.Verdutzter Blick, ungläubiges Schnauben: “Aber ich hab da geschaut! Mindestens zwei Mal!"
Wie kann das sein?
Hast du magische Vermisste-Objekte-Anziehungskräfte?
Nein… oder doch: Ja?
Syd Banks (und auch andere LehrerInnen) weisen immer wieder auf die Kraft von Gedanke hin. Und wie aus den obigen Zitaten ersichtlich, hält Syd fest, dass Gedankenkraft unsere fünf Sinne nicht nur informiert, sondern auch kontrolliert.
Was könnte beim Schlüssel-Beispiel passiert sein?
Vielleicht war die suchende Person gedanklich bereits unterwegs, da die Zeit knapp wurde und hat sich dabei gedacht “Jetzt darf nichts dazwischen kommen”.
Vielleicht “geisterte” in ihrem/seinem Kopf auch etwas zum Thema Dinge verlieren rum?
Und mit alledem war sie/er in dem Moment nicht ganz da, im Hier und Jetzt.
Bei der ersten Suche nach dem Schlüssel, geistig bereits etwas abwesenden, wurde dieser schlicht übersehen. Jetzt kickt Stufe zwei rein. Statt zu verlangsamen, wird schneller gemacht. Vor allem schneller gedacht.
“Oh nein, mein Schlüssel… ICH FINDE IHN NICHT!”
Und mit diesem Gedanken kommen noch weitere der gleichen Kategorie, inklusive Zukunftsszenarien, die wiederum mehr Unruhe im System kreieren.
Und es ist wie Magie… plötzlich beginnt sich die Welt scheinbar danach auszurichten. Der Schlüssel bleibt verschwunden, trotz mehrmaligem Nachschauen.
Die Sinne wurden "gekidnappt". In diesem Fall mindestens der Seh-, Hör- und Tastsinn.
Was du denkst, siehst (hörst, spürst, riechst, schmeckst) du.
Wenn du selbst schon in einer vergleichbaren Situation warst, dann erinnerst du dich vielleicht, dass du hättest schwören können: Da ist NICHTS! Schon gar kein Schlüssel.
Falls du die Helferin warst, hat die Welt für dich anders ausgesehen. Du kamst mit dem Gedanken um die Ecke: “Ich weiss, dass er da ist.”.
Was immer der Grund war: Ruhigere Stimmung, mehr Präsenz, keine interne Geschichte zum Zuspätkommen oder über das Verlieren von Dingen.
Wenn sich diese Szene ein paar Mal wiederholt, dann entsteht sogar eine neue Gedankengeschichte über dich selbst: “Ich finde alles.” und deine Liebsten denken ebenfalls: “Sie/er findet alles.”
Deine Sinne sind natürlich auch gekidnappt - jedoch von der Sorte Gedanken, die dir schon fast ermöglichen “durch Wände” zu sehen (oder mindestens durch Schulranzenstoff u.ä.).
Denn Syd hat nicht gesagt, deine Sinne sind informiert und kontrolliert durch die Kraft von Gedanken “wenn du nach dem Schlüssel suchst und ihn nicht findest”.
Die Eigenschaft eines Prinzips ist ja, dass es immer gilt. Nicht nur gelegentlich.
Wenn du das bedenkst, was bedeutet das für dich und dein Leben?
Die Sorte Gedanken und die damit verbundenen Gefühle, die in den verschiedenen Bereichen unseres Lebens erscheinen, zeigen, von welcher Warte her wir gerade "operieren", was gerade am Drücker ist und unsere Sinne kontrolliert.
Ist es ängstliches, unsicheres Denken? Aus einem engen (tiefen) Bewusstseinsgrad?Ist es Mind (Higher Self, das Göttliche…)? Aus einem weiten, höheren Level des Bewusstseins?
Grundsätzlich ist der Wechsel vom einen zum anderen immer möglich.
Aber wenn es so aussieht, als könntest du gerade nicht von ängstlich zu vertrauensvoll shiften (huch… auch das ist ein Gedanke) dann ist es natürlich sehr hilfreich, wenn jemand anderes da ist, der den Schlüssel finden kann, aka Gedankenkraft gerade anders nutzt.*
Und noch eine Einladung zum Explorieren:
- Wo in deinem Leben scheinst du den Schlüssel nicht zu finden?
- Wo in deinem Leben ist der Schlüssel immer da?
- An welchen Gedanken orientieren sich deine Sinne im jeweiligen Bereich (Gesundheit, Beziehung, Beruf, Schule, …)?
Viel Freude beim Entdecken.
Schreib uns gerne, wenn du plötzlich wieder den Durchblick oder auch, wenn du dich zum x-ten Mal durchgearbeitet hast und dein Schlüssel verschollen bleibt.
mail [at] prinzipiellgesund [dot] de
*Genauso funktioniert das auch mit Coaching.
Da ist jemand an deiner Seite, dessen Sinne nicht von den gleichen Gedanken kontrolliert sind, die bei dir das Steuer übernommen haben.
Denn, egal wie viele Jahre das schon dauert, ein neuer Blick auf die “Schublade, wo dein Schlüssel sein sollte” ist nur einen Gedanken weit entfernt.
Und durch die Präsenz, die wir dir offerieren, mit dem tiefen Wissen, dass der Schlüssel genau da, in dir ist, wird es einfacher, dir diesen Blick zu ermöglichen.
Wär das was?
Buche gerne ein Schnupper-Coaching bei Michaela HIER
oder ein Erkundungsgespräch bei Marlene HIER