Es ist fast schon ein “Klassiker” in Coaching-Gesprächen:
Die Idee, dass es etwas zu tun gibt mit den Gedanken, die “negativ” sind.

Gerade mit solchen, die immer wieder aufzutauchen scheinen. Mit solchen, mit denen man sich über Jahre oder Jahrzehnte immer wieder beschäftigt hat.
Zwar Irrtümlich und unbeabsichtigt - aber eben trotzdem.

Da gibt es die Idee, dass dieser Schaltkreis durchbrochen werden muss, dass es “lange” dauert (was immer das heisst), um diese Denkgewohnheit zu verändern.

Oder sogar, dass da im Hirn eine Art Schaden entstanden ist, der nun behoben werden muss, um endlich frei von dieser Sorte Gedanken zu sein.

Es geht dabei immer um die Gedanken, mit denen die Stimmung von leicht bis drastisch Richtung Keller driftet oder rauscht. Bestimmt kennst du welche, die du sogar als “alte Bekannte” bezeichnen würdest.

Aber egal, um welche Sorte Gedanken(-Schlaufe) es sich handelt, es braucht nichts aufgearbeitet, aufgelöst oder geklärt zu werden. 

Dazu für dich ein paar “prinzipielle” Fragen zum Thema Gedanken:

  • Ist es möglich, Gedanken an deren Erscheinen zu hindern?
  • Ist es möglich, exakt zu bestimmen, welcher Gedanke als nächstes kommt?
  • Gab es einen Moment in deinem Leben, wo sich ein Gedanke quasi in Luft aufgelöst hat und ein anderer erschien an seiner Stelle?

  • Wie viele Male passierte das schon: Einmal, zehnmal oder viele Millionen Male?
  • Wie lange dauert es, bis ein neuer Gedanke kommt (selbst dann, wenn es ein ähnlicher Gedanke ist)?

  • Wovon ist das abhängig?
  • Worauf achtest (= reagierst) du, wenn bestimmte Gedanken erscheinen: Auf den Inhalt oder das Gefühl?

  • An welcher Sorte Gedanken bleibst du eher hängen: Sich schön anfühlende, schön klingende oder sich mies anfühlende, mies klingende Gedanken?

  • Wenn du einen sich gut anfühlenden Gedanken hast, was machst du damit?
  • Wenn du einen sich mies anfühlenden Gedanken hast, was machst du damit?
  • Wenn der Inhalt des Gedanken schön ist, was machst du damit?
  • Wenn der Inhalt eines Gedanken unschön ist, was machst du damit?
  • Was passiert, wenn du dich mit Gedanken beschäftigst? (Du z.B. über den Inhalt oder das Gefühl nachdenkst oder versuchst, etwas daran zu ändern, zu kontrollieren oder auszuschalten, usw.)
  • Kannst du bestimmen, wie du auf Gedanken reagierst?
  • Falls ja: Was machst du anders?
  • Was ist (oder war) das Ergebnis?

Es geht hier nicht um "Richtig oder Falsch", sondern darum, mithilfe deiner Lebenserfahrung der Gesetzmässigkeit (oder dem Prinzip) die am Werk ist, auf die Spur zu kommen. Falls deine persönliche Erfahrung ist, dass es eine Millisekunde (oder sowas in der Art) braucht, bis ein anderer Gedanke erscheint, dann ist das genau die Zeit, die es braucht. 

Falls deine persönliche Erfahrung ist, dass dein Gefühl sich innert Augenblicken verändern kann (egal in welche Richtung), dann ist es genau die Zeit, die es braucht, um ein anderes Lebensgefühl zu haben.

Nicht 10 Jahre, um irgendeinen “Schaden” zu beheben. Auch nicht 10 Jahre 3 Prinzipien-Training oder sowas in der Art.

Was aber, wenn “dieselben" Gedanken und Gefühle immer wieder kommen? Ist das nicht ein Beweis, dass da ein Problem ist, dass es was zu tun gibt?

Wenn du das denkst, dann ist es so.

Und wenn du was anderes denkst, dann ist es was anderes “wahr”.

Der Clou: Dieser Gedanke (“es gibt was zu tun”) ist so beliebig wie jeder andere.

Der Unterschied ist, er scheint gerade “Sinn” zu machen, wenn du ja dazu sagst und dich metaphorisch gesehen auf seine Seite stellst. Du bist in die Welt dieses Gedankens eingetaucht.

Aber du musst da nicht bleiben.

Denn an der Stelle dieses Gedanken wird ein anderer erscheinen. In Millisekunden. Ohne dein Zutun. 

Es gibt nichts aufzulösen, nichts aufzuarbeiten, nichts zu klären. Wir brauchen uns nicht um etwas zu kümmern, das bereits “vollautomatisch”geschieht. 

Die Auflösung, die Klärung geschieht ganz natürlich. Es ist angelegt in der Natur, der Gesetzmässigkeit von Gedanken.

Ja, und nun? Womit verbringst du heute deinen Tag?

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