DAS ist ja praktisch!

Das neue Buch von George Pransky „State of Mind is the Bottom Line“ habe ich bestellt, ohne mehr über das Buch zu wissen, als dass er es mit einem (mir unbekannten) Kollegen, Don Donovan, zusammen geschrieben hat.

Und ich war doch sehr überrascht, als ich nach dem Auspacken feststellte: Es ist ein Roman!

Auf die Idee, dass es kein Sachbuch sein könnte, war ich vorher noch gar nicht gekommen.

Mit den ersten Seiten habe ich etwas gefremdelt, mich dann aber schockverliebt.

Daher möchte ich auch einen kleinen, von mir übersetzten Ausschnitt mit dir teilen, in dem die Kraft des Verständnisses und wie praktisch es im Alltag ist, so gut rüberkommt (zumindest hoffe ich, dass du es ähnlich empfindest):

”

„Die Wahrheit ist, dass wir nicht immer wissen, was wir denken, aber wir wissen immer, was wir fühlen, wenn wir aufmerksam sind.

Es kommt oft vor, dass ich meinen Erledigungen nachgehe – Auto fahre, arbeite, im Garten spazieren gehe – und plötzlich ein starkes Gefühl von Traurigkeit verspüre. Ich habe keine Ahnung, welche Erinnerung – welcher Gedanke – dieses Gefühl erzeugt hat. Aber ich weiß, dass ein dahinterliegender Gedanke die Ursache ist.“

„Unsere Gefühle dienen uns also als Kompass?“, fragte Jennifer.

„Exakt, Jennifer. Unsere Gefühle funktionieren wie ein Informationssystem, das uns augenblicklich zeigt, wie unser Denken im Moment beschaffen ist.

Wenn wir schlechte Gefühle haben, die sich mit der Zeit verschlimmern, erkennen und verstehen wir, dass unser Denken uns schlicht an der Nase herumführt.

Wenn wir tiefere Gefühle wie Seelenfrieden, Inspiration und Liebe erfahren, wissen wir, dass unser Denken im Moment unserer Gesundheit dient.

Wie gesagt: Wir können uns die Gedanken, die wir haben, nicht aussuchen. Aber wir haben absolut ein Wort mitzureden, welchen Gedanken wir Aufmerksamkeit und Energie schenken – und welche wir ignorieren oder einfach belächeln.“

Aus dem Buch "State of Mind is the Bottom Line" 
von Don Donovan und George Pransky, PhD

”

Hier ist der Text im Original:

“The truth is that we don't always know what we think, but we do always know what we feel if we are paying attention. It's quite common for me to be going about my business—driving my car, working, walking in the yard—and suddenly have a strong feeling of sadness. I have no idea what memory—what thought—generated that feeling. But I know that there's a sponsoring thought behind it.”

“So our feelings act as a guide?” Jennifer asked.

“Exactly, Jennifer. Our feelings are like an information system that instantly tells us the present nature of our thinking.

When we have bad feelings that get worse over time, we see and understand that our thinking is simply taking us for a ride.

As we experience deeper feelings, like peace of mind, inspiration, and love, we know that our thinking is health-enhancing in the moment.

Like I said, we can't pick and choose the thoughts we have. But we most certainly have a say in which thoughts we pay attention to—and give energy to—and which ones we ignore or laugh off.

Aus dem Buch "State of Mind is the Bottom Line" 
von Don Donovan und George Pransky, PhD

Kann es WIRKLICH so einfach sein?

Was wäre, wenn JA die Antwort ist?!

Dass unsere Gefühle uns einfach nur darüber informieren, welche Qualität unser Denken hat, jetzt in diesem Moment.

Sobald wir merken, dass wir uns nicht gut fühlen, dürfen wir uns erinnern, dass wir uns von uns weggedacht haben. Und dass wir dem Inhalt unserer Gedanken keine Aufmerksamkeit zu schenken brauchen.

Wir müssen den Gedanken nicht identifizieren oder rausfinden oder „umbiegen“ oder verändern oder was auch immer.
Der Gedanke an sich ist nicht wichtig.

Der Inhalt ist unwichtig.

Zu WISSEN, dass ein Gedanke dieser Qualität dagewesen sein MUSS (denn sonst würden wir uns nicht so fühlen!), reicht aus.

Das Wissen fällt natürlich nicht vom Baum, sondern ist irgendwann da, nachdem wir oft genug die Erfahrung gemacht haben: „Stimmt! So funktioniert das!“

Aber bevor das möglich ist, müssen wir erst einmal glauben, dass da was dran sein könnte.
In Betracht ziehen, dass das eine Option ist.

Und – ganz wichtig – für uns selbst gucken.

Im Alltag.
Immer wieder neu.

Hier ein Beispiel:

Ich spüre Ärger.

Kann es sein, dass mich mein Denken gerade an der Nase rumführt?
Bin ich bereit, die Gedanken loszulassen?
Kann ich sie ignorieren oder belächeln?

Wenn ja – ändert sich das Gefühl?
Wenn ebenfalls ja, habe ich gerade bewiesen, dass meine Gefühle wirklich (m)ein Kompass sind?

Je mehr wir das für uns selbst hinterfragen, testen und prüfen – und das kann niemand für dich machen! – desto mehr Vertrauen gewinnen wir in das System.

Irgendwann verwandelt sich das (aktive) Vertrauen in (passives) Wissen.

Wir wissen einfach. Es ist so klar wie Kloßbrühe.
Wir sind uns so sicher, wie wir uns über unseren Namen sicher sind.

Und DAS macht den wirklichen Unterschied aus.

Egal, wie unangenehm uns das Gefühl ist, wir WISSEN es besser.

Egal, wie sehr unser Kopf uns davon überzeugen möchte, dass es sich hier um eine Ausnahme handelt, wir WISSEN es besser.

Das führt automagisch dazu, dass es uns leichter fällt, bestimmte Gedankenqualitäten zu ignorieren. 

Warum sollten wir ihnen auch Energie schenken, wenn sie uns an der Nase rumführen?

Das Ergebnis:
Wir halten uns nicht mehr so lange in unangenehmen Gefühlen auf, erleben dafür mehr von denen, die uns ohnehin besser gefallen.

Der Haken:
Lesen allein reicht vermutlich nicht aus.
Du wirst es für dich selbst ausprobieren müssen dürfen.

Hast du Lust?

Schreib uns doch im Kommentar:
Hast du das bei dir beobachtet?
Was hast du rausgefunden?

Die Drei Prinzipien erklären, wie wir Menschen funktionieren und wie Probleme und Leiden entstehen. Ich verstehe ich mich als eine Art Wegweiser und liebe ich es, meine Klienten auf den Ort, an dem zu jedem Zeitpunkt die perfekte Lösung zur Verfügung steht, aufmerksam zu machen.

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